Fastenzeit und Ramadan fallen in diesem Jahr zusammen

Fasten...Was soll das?

...für viele von uns ist das wichtig. Aber warum? Emma hakt nach:

Fasten – mehr als nur nichts essen?



Was bedeutet Fasten für Muslime und Christen?

Fasten gibt es in vielen Religionen und Kulturen. Für Muslime ist der Ramadan die zentrale Fastenzeit. Während dieses Monats verzichten Gläubige von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Auch Rauchen und andere Dinge sind tabu. Der Sinn des Fastens liegt nicht nur in der körperlichen Enthaltsamkeit, sondern auch in der Nähe zu Gott, mehr Gebet und Nachdenken sowie im Mitgefühl mit Menschen, die Hunger leiden. Am Abend, nach Sonnenuntergang, treffen sich viele Familien zum gemeinsamen Essen, das Iftar genannt wird.

Für Christen sieht Fasten etwas anders aus. Die bekannteste Fastenzeit ist die 40 Tage vor Ostern, auch "Lent" oder einfach "Fastenzeit" genannt. Viele Menschen verzichten auf bestimmte Dinge, wie Süßigkeiten, Social Media oder Fleisch an bestimmten Tagen. Einige halten strenge Fastenregeln ein, während andere kleine persönliche Verzichtsentscheidungen treffen. Auch hier geht es um Besinnung, Gebet und darum, die eigene Lebensweise zu hinterfragen.


Der Ruf des Muezzin erinnert an den religiösen Hintergrund des Fastenbrechens...

Das Schönste am Fasten? Das Fastenbrechen: Jeder hatte etwas mitgebracht und so standen zig köstliche Speisen aus vielen Ländern bereit, als Schüler, Lehrer und Eltern aller verschiedener Religionen und Länder sich am 26. Februar in der Mensa versammelten, um Iftar gemeinschaftlich in entspannter und sehr freundlicher Atmosphäre zu begehen.

Was versteht man unter dem Begriff Fastenbrechen?

"Fastenbrechen" bedeutet einfach, das Fasten zu beenden und wieder normal zu essen. Bei Muslimen wird dies mit einem großen Fest, dem Eid al-Fitr, gefeiert, bei dem gemeinsam gegessen, gespendet und gefeiert wird. Für Christen endet die Fastenzeit mit den Osterfeierlichkeiten, wobei oft das gemeinsame Festmahl nach dem Gottesdienst im Mittelpunkt steht.

Für Muslime bezieht sich das Fastenbrechen auch auf das abendliche Essen nach Sonnenuntergang.



Der Promitisch: Schulleitung und Bürgermeister zeigten ihre Unterstützung für das interkulturelle Fastenbrechen in unserer Schule ebenso wie viele von uns Schülerinnen und Schülern.

Warum fasten Menschen?

Menschen fasten aus religiösen Gründen, als Teil ihrer Beziehung zu Gott, aber auch aus sozialen oder persönlichen Motiven. Für viele ist es eine Möglichkeit, Empathie mit den Bedürftigen zu zeigen, sich selbst zu prüfen und schlechte Gewohnheiten abzulegen. Fasten kann auch die Gemeinschaft stärken, da Rituale und gemeinsame Mahlzeiten Menschen zusammenbringen.

Meine Meinung dazu

Ich finde Fasten spannend, denn es zeigt, wie stark Rituale und Menschen sein können. Es ist beeindruckend, wenn Leute sich bewusst einschränken, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ob ich selbst faste? In meiner Religion ist Fasten kein fester Bestandteil, daher habe ich bisher noch nie gefastet. Trotzdem finde ich es interessant zu sehen, welche Bedeutung das Fasten für andere Menschen hat und wie wichtig es für ihren Glauben ist. Mir ist wichtig, dass man das Fasten respektvoll behandelt und nicht moralisch bewertet, denn jeder hat seine eigenen Gründe dafür.

Eure Emma

Infobox von Amira


Der Ramadan – kurz erklärt für euch

Der Ramadan ist ein besonderer Monat für viele Muslime auf der ganzen Welt. In dieser Zeit fasten viele Gläubige: von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang essen und trinken sie nichts. Weil sich der islamische Kalender nach dem Mond richtet, beginnt der Ramadan jedes Jahr zu einer anderen Zeit.


Warum wird gefastet?

Das Fasten im Ramadan gehört zu den fünf Säulen des Islam – also zu den wichtigsten Pflichten im Glauben. Es geht aber nicht nur ums Nichtessen und -trinken. Viele versuchen in dieser Zeit:

  • freundlicher zu sein,
  • mehr zu beten,
  • anderen zu helfen,
  • über das eigene Verhalten nachzudenken und dankbar zu sein.


So läuft ein Fastentag ab

  • Vor Sonnenaufgang gibt es eine frühe Mahlzeit, den Suhur.
  • Nach Sonnenuntergang wird das Fasten mit dem Iftar gebrochen – oft zuerst mit Datteln und Wasser. Danach essen viele Familien gemeinsam. Für viele ist das eine schöne Zeit des Zusammenseins.


Wer muss nicht fasten?

Nicht alle sind verpflichtet zu fasten. Befreit sind zum Beispiel:

  • kleine Kinder,
  • kranke Menschen,
  • Schwangere,
  • ältere Menschen.
    Sie können das Fasten später nachholen oder auf andere Weise Gutes tun, zum Beispiel Bedürftigen helfen.


Das Fest am Ende: Zuckerfest

Wenn der Ramadan endet, wird groß gefeiert: das sogenannte Zuckerfest. Familien treffen sich, essen zusammen und Kinder bekommen oft Süßigkeiten oder kleine Geschenke.



Worum es vielen geht

Viele finden den Ramadan besonders, weil er zeigt, wie wichtig Zusammenhalt, Respekt und Selbstkontrolle sind – und weil man lernt, das, was man hat, mehr zu schätzen.